Tag 32 – Nationalpark Huerquehue

Am Freitag, dem 11.11.2016, wollten wir in den Nationalpark Huerquehue mit seinem Araukarienwald fahren.

Da der Bus in den Nationalpark 8:30 los fuhr, hatten wir jeder einen Wecker gegen 7:30 gestellt. Gegen 7 Uhr klingelte ein Wecker. Nachdem dieser ausgedrückt wurde stand Henny auf. Ich hingegen schaute erstmal auf die Uhr und wunderte mich nur kurz warum er doch schon so früh aufsteht bevor ich mich wieder in die Bettdecke kuschelte. Nachdem Henny wieder ins Zimmer kam fragte er mich warum ich meinen Wecker so früh gestellt hatte. Ahahaha.. unser Hostel in Pucón hatte ziemlich dünne Wände.. 🙂

Auf dem Weg zum Busterminal kauften wir noch einen Tee bzw Kaffee und dann ging es auch schon los.

Die Busfahrt selbst dauerte eine Stunde und war angenehm. Ich öffnete im Bus eine Packung Studentenfutter, welche sich dummerweise über 2 Reihen verteilte. Ups.. dann lachen wir mal, was soll man sonst auch machen..^^

Im Park bezahlten wir den Eintritt von 5000 Peso pro Person und entschieden uns den gelben Weg „Los Lagos“ zu den Seen zu laufen. Die Strecke ist mit 3 1/2 h angegeben und so dachten wir, dass wir den Bus 14 Uhr zurück nehmen können statt den um 17 Uhr. Nicht den letzten Bus anpeilen für den Rückweg ist unser Plan, man weiß ja nie was kommt und ohne Campingausrüstung im Wald zu übernachten (wo man kein Feuer machen darf) gehört nicht zu den Dingen auf der To-Do-Liste.

Der Wanderweg war nicht besonders lang, schlängelte sich dafür allerdings die ganze Zeit bergauf über Stock und Stein. Hin und wieder gab es auch Stufen, von denen mir einige bis zur Hüfte reichten. Vom Eingang des Parks bis zu den Seen und Wasserfällen sind so ungefähr 600 Höhenmeter zu überwinden. Mit meinem Bambus-Wanderstock (der lag da rum und sah aus als wäre er perfekt für mich, was er auch war) hat es einfach Spaß gemacht. Für Henny war es nicht immer eine Freude, denn er hatte Muskelkater in den Oberschenkeln vom Vortag.

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Im Nationalpark Huerquehue mit Blick auf den Vulkan Villarica.

Unterwegs gab es auch immer wieder super Aussichtspunkte auf den Vulkan Villarrica sowie den Bergsee im Nationalpark. Der Araukarienwald beginnt eigentlich erst auf 1200 Meter Höhe und ist echt schön anzusehen. Uralte und riesige Bäume haben eine beruhigende Wirkung – einfach eine tolle Atmosphäre..

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Die Vogelspinne im Nationalpark.

Mitten im Wald war auf einmal eine kleinere, braune Vogelspinne direkt neben mir auf dem Weg. Erstmal ein paar Schritte zurück und dann doch wieder näher ran und genauer anschauen. Wir machten Fotos und Videos. Ein Pärchen kam uns entgegen, der Mann machte auch Fotos, die Frau hielt richtig viel Abstand und rannte dann daran vorbei..

 

In Pucón kamen wir wieder kurz nach 18 Uhr an und gingen im Laufschritt zum Schuster um Henny seine Schuhe abzuholen. Auf dem Weg dahin kam uns ein Mann entgegen der so aussah wie der Schuster. Also sprach Henny ihn direkt an. Erstmal kam nur das Wort „Schuhe“ aus ihm heraus, dann „du“ und dann sagte ich noch „reparieren“ weil Henny mich hilfesuchend ansah. Der Mann schaute uns ziemlich verdutzt an und entschuldigte sich sogar, dass er keine Schuhe repariert. Henny ging einfach weiter, in der Hoffnung, dass der Schuster doch noch in seinem Laden sitzt. Ich bedankte mich noch kurz bei dem Mann und entschuldigte mich. Er lächelte nur. War wohl für alle eine ziemlich lustige Sache.^^

Zum Glück hatte der Schuster noch geöffnet und die Schuhe waren auch repariert. Eigentlich sollte die Reparatur 2000 Pesos (3 Euro) kosten aber wir waren so froh dass wir 5000 Pesos gaben. Denn seine Schuhe müssen diesen Kontinent – also noch 4 Monate – überstehen, hier gibt es einfach keine Schuhe in der Größe 48.^^

 

 

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Der Hund Max aus dem Hostel.

Zum Abendessen sind wir ein ein kleines Lokal gegangen und es gab Cazuela, eine Art Eintopf und das war super lecker. Die Zwei Knochen vom Fleisch haben wir für Max, den Hund vom Hostel, mitgenommen. Wieder im Hostel sagte uns einer der Angestellten, dass man sich gegen 20:30 Uhr unten treffen würde um ein Bier zu trinken und zu quatschen. Also nochmal los ein Bier für jeden kaufen.Als wir gehen 21 Uhr wieder runter in den allgemeinen Bereich gingen, war kein Mensch da. Da hatten wir wohl was falsch verstanden.. Also tranken wir unser Bier alleine und gaben Max die Knochen.

 

 

 

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