Tag 33 + 34 in Puerto Varas

Etwa seit 2 Uhr wach war ich wach weil ich das Schnarchen aus dem Nachbarraum nicht mehr ignorieren konnte. Wir verließen das Hostel gegen 7:30 Uhr während die Besitzer des Hostel noch auf der Couch im Wohnzimmer schliefen; war gestern wohl später geworden.^^

8 Uhr ging unser Bus nach Puerto Varas. Die Fahrt dauerte etwa 5 Stunden und kostete 9300 Pesos pro Person. Diesmal hatten wir weniger Glück mit dem Sitzplatz, wir saßen direkt neben der Bustoilette. Naja, so ist das Leben. 😉

Während der Fahrt stieg ein Mann zu. Er verkaufte Gebäck, belegte Brötchen und Kaffee. Wieder besseren Wissens konnten wir beim Geruch nach Kaffee nicht widerstehen und kauften uns jeder einen Becher. Er war heiß und wirklich gut gezuckert.^^ Energiegeladen erreichten wir gegen 13 Uhr Puerto Varas und benötigten vom Terminal zu unserem nächsten Hostel circa 10 Minuten. Nachdem alle Formalitäten geklärt waren sind wir erstmal los zur Touristeninformation direkt am  See Llanquihue um uns einen Stadtplan zu besorgen. Des Weiteren haben wir uns erkundigt, wie wir am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Saltos del Petrohué kommen. Das ist folgendermaßen: von 8:00 bis 19:00 Uhr fahren regelmäßig Micros hin und wieder zurück (2000 Pesos pro Person ), wobei der Park selbst bis 18:00 Uhr geöffnet hat. Somit haben wir einen Plan für den nächsten Tag. Danach setzten wir uns an den See Llanquihue, an dessen anderen Ufer die Vulkane Osorno und Calbuco zu sehen sind und ließen das herrliche Bild (mit Wolken, aber kein Regen) auf uns wirken.

Kassler mit Pommes.
Kassler mit Pommes.

 

Auf dem Weg zurück in das Hostel sind wir im Zickzack durch die Innenstadt gelaufen und noch etwas Essen gegangen. Puerto Vargas war früher ein Zentrum der deutschen Einwanderer. Das sieht man unter anderem an der Architektur und sie haben auch die Küche dominiert. Also gab es Kassler-Kotelett, wenn auch mit Pommes. War trotzdem richtig gut gemacht und super lecker. 😉

 

 

  

Gegen 18:00 Uhr ging es noch mal Richtung Zentrum. Dort sind wir durch Zufall auf eine Vorstellung von Clowns und Artisten gestoßen, die auch das Publikum mit eingebunden haben. Ich machte ein paar Fotos, als eine Frau der Gruppe auf mich zu kam und etwas zu mir sagte. Das einzige Wort was ich verstand war Peligroso (gefährlich). So nennen sie sich also.. Ein Clown zu sein ist bestimmt kein leichter Beruf, immer andere bespaßen und dabei hochkonzentriert Kunststücke aufführen. Alle die diese Arbeit ausüben haben einen sehr wichtigen Job, welcher leider immer weniger gewürdigt wird. Dabei ist lachen wirklich wichtig!

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Mein Held des Tages.

Während ich so da saß und einfach der Aufführung folgte, kam irgendwann ein kleiner Junge von 5-6 Jahren zu mir und schaute mich längere Zeit an. Ich lächelte ihn an und sagte „¡hola chico!“ woraufhin er seine kandierten Erdnüsse aus seiner Pullovertasche holte und mir unbedingt welche geben wollte. Überrascht streckte ich meine Hand aus und er ließ ein paar Nüsse auf eben diese fallen. Danach steckte er sich erstmal selber welche in den Mund bevor er weitere in meine Hand fallen ließ. Ich bedankte mich ganz freundlich und sah, dass auch sein Vater uns beide anlächelte.

An diesem Abend hatte sich schon dass Wetter abgezeichnet, das auch die Webseiten prophezeit hatten: graue Wolken und Regen. Ich hatte trotzdem ein Sonnenscheinlächeln im Gesicht. 🙂

Am Sonntag, dem 13. November, sah es zwar morgens grau aus aber es war noch trocken. Also entschieden wir uns zum Nationalpark zu fahren. Als wir gerade mit dem Frühstück sowie dem Schmieren von unseren Brötchen für Unterwegs fertig waren, hat es aber angefangen in Strömen zu regnen. Das wollten wir uns natürlich nicht antun und sind kurzerhand im Hostel geblieben. Weitere Reiseplanung, Reisetagebuch, Fotos bearbeiten, Blog… da findet sich immer was. 

Die weitere Reiseplanung sieht jetzt so aus: Wir bleiben eine Nacht länger in Puerto Varas um zu den „Saltos del Petrohué“ zu gehen. Danach geht es nach Chiloé (einer Insel vor Chile) und Bariloche in Argentinien. Für den 2. Dezember haben wir die Navimag Fähre von Puerto Montt nach Puerto Natales gebucht – 4 Tage auf der See. 🙂

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