Tag 76 – Tag 7 auf See – Südgeorgien: Right Wale Bay & Salisbury Plain

WOW! 

Captain James Cook, upon his discovery of South Georgia in 1775: The wild rocks raised their lofty summits till they were lost in the clouds and the valleys lay buried in ever-lasting snow.

Bericht von der Brücke:
Position (gegen 08:00 Uhr): 54“ 00’ S, 37“ 40,7’ W
Zurückgelegte Distanz seit Start: 1286 Meilen
Geschwindigkeit: 11,05 Knoten
Windgeschwindigkeit und Richtung: 15 Knoten West
Außentemperatur: 2 Grad C

Montag morgen 6:15 Uhr hallt der Weckruf durch die Ocean Diamond. Klingt fast nach schlechter Laune, aber ich sprang gut euphorisch aus dem Bett und schaute aus dem Fenster. 🙂 Über Nacht ist das Schiff an der Nord-West-Spitze von Südgeorgien angekommen. Schon von einiger Entfernung war die Insel traumhaft schön.

Eigentlich stand für 7:00 Uhr Elsehul auf dem Programm – mit den Zodiacs die wunderschöne Bucht erkunden. Diese liegt am äußerten Rand der Insel und dadurch sind dort die Wetterbedingungen eigentlich immer extrem – an diesem Tag hat der Wind und der damit einhergehende Wellengang die Fahrten mit den Zodiacs unmöglich gemacht. Der Kapitän und die Crew haben quasi die komplette Bucht nach einer ruhigeren Stelle abgesucht aber da war nichts zu machen. Somit wurde der Plan geändert und das Frühstück vorgezogen. Währenddessen ist das Schiff zur Right Wale Bay weitergefahren, denn man hatte die Hoffnung, dass dort die Bedingungen besser waren und Zodiac-Fahrten möglich wären.

Um 8:06 Uhr wurde der erste Eisberg während der Fahrt gesichtet. Wir sahen ihn auch, denn wir standen gerade auf bzw. besser gesagt neben der Brücke um die Insel und die vielen Seevögel bewundern zu können. Sehr oft sind auch Pinguine und Robben neben dem Schiff aufgetaucht. Ein absolutes Paradies. In der Right-Wale-Bay angekommen hatten wir dieses Mal Glück, denn das Wetter hat gepasst und die Zodiacfahrten in der Bucht waren möglich. Der Stand selbst war von Seebären mit Jungtieren, Robben und Pinguinen (Königspinguine, Goldschopfpinguine und Eselspinguine) sowie Vögeln (v.a. Schwarzbrauenalbatrose und Graukopfalbatrose, Blauaugenscharbe, Schneesturmvögel und Riesensturmvögel) bevölkert. Einfach unglaublich und unbeschreiblich schön. Das war aber nur der Vorgeschmack auf die kommenden Tage in Südgeorgien.

Während der Mittagszeit ist dann das Schiff weiter zur Salisbury Plain gefahren. Die Ebene liegt am südlichen Ende der Bay of Isles und beherbergt 60.000 Köngispinguin-Brutpaare, also rund 250.000 einzelne Tiere. Unglaublich. 1912, als die Insel von Walfängern benutzt wurde, lebten erst ca. 350 Brutpaare an dieser Stelle. Da sieht man wie der Mensch den Lebensraum anderer Lebewesen auf dieser Welt beeinflusst..

Bei Salisbury-Plain war auch ein Landgang geplant und das Wetter war auf unserer Seite. Mit den Zodiacs ging es wieder bis an den Strand und dann zu Fuß weiter am Rand der Kolonie entlang. Mitten durch gehen war nicht erlaubt da das für die Tiere zu viel Stress bedeutet, aber wir waren auch so mehr als nah genug. Wir durften uns nicht mehr als 5m nähern, aber viele von den Pinguinen waren so neugierig und kamen bis auf 1m oder weniger ran. 🙂

Salisbury Plain – Königspinguine.

Zusammen mit den Pinguinen leben dort auch viele Seebären. Bei denen soll man 10m Abstand halten und das macht man im Allgemeinen auch freiwillig. Die sind manchmal schon angriffslustig und wollen ihre Kräfte messen.

Salisbury Plain – Seebären.

Nach dem Landgang stand noch eine Zodic-Fahrt an. Da der Regen stärker wurde sind hier allerdings keine weiteren Fotos entstanden. Insgesamt kamen wir an dem Tag dennoch auf über 2500 Fotos. Und quasi jedes davon eine geniale Erinnerung. 🙂

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