Tag 109 bis Tag 111 – Der Tapati Triathlon & Ahu Tongariki

Direkt nach dem Frühstück ging es am Samstag um 9 Uhr mit dem Bus für uns nach Rano Raraku. Wir konnten sogar mit dem originalen Open-Air-Bus fahren und ein wenig von den englischen Erklärungen hören. Kurz nach 10 Uhr waren wir dann am Vulkan und haben dort erst einmal die „Moai-Fabrik“ besichtigt. Die meisten der knapp 900 Statuen wurden aus dem weichen Tuffgestein des Vulkans gehauen und dann erst zu ihrer finalen Stelle transportiert. Ein paar unvollendete Exemplare stehen auch noch rund um den Vulkan und der ein oder andere liegt noch im Vulkan selbst verankert. Wirklich beeindruckend wie groß die sind und erstaunlich wie wohlhabend das Volk damals gewesen muss um Zeit für die Herstellung zu haben..

 Ein Moai beim Vullkan Rano Raraku.

Kurz vor 12 Uhr ging es dann in den Vulkankegel selbst. Dort bildet ein kleiner See sowie eine umgebende Graslandschaft einen super Platz für den Wettbewerb. Bei quasi wolkenlosem Himmel hat die Sonne aber erbarmungslos gebrannt. Die schattigen Plätze unter den maximal 10 Bäumen und den paar Zelten waren fast alle schon voll. Die meisten Einheimischen hatten ihre eigenen Sonnenschirme mitgebracht.

Der Wettkampf selbst startete dann mit einem Paddel-Rennen auf Bambusbooten, dann mussten die Wetterkämpfer jeweils zwei Bananenstauden um den See tragen. Im Anschluss hieß es noch eine halbe Runde um den See ohne Bananen rennen um als letzten Punkt den See erneut liegend auf den Bambusbooten mit den Händen rudernd zu überqueren.

Alles in der vollen Sonnen zur Mittagszeit. So sahen die meisten auch aus. Auch die Zuschauer übrigens. Einfach Wahnsinn was die da geleistet haben.

Tapati Rapa Nui – „Triathlon“ am Rano Raraku. 

Gegen 15 Uhr sind wir dann zu der größten Moai-Plattform, Ahu Tongariki, gelaufen. Dort war leider der Akku von Henny seiner Kamera leer, was die Stimmung deutlich trübte.

Ahu Tongariki. Die größte wieder aufgebaute Moai-Plattform.

Von dort ging es dann circa eine Stunde später mit dem nächsten Bus weiter nach Anakena – dem Strand der Insel auf der gegenüberliegenden Seite von Hanga Roa. Wir waren nur kurz bei den Moais und dann ging es direkt zum Wasser – Abkühlung war dringend notwendig. Mangels Badesachen wollte ich eigentlich nur die Füße erfrischen, aber mit der nächsten Welle war ich komplett nass und Henny war eh schon mit Klamotten in das badewannen-warme Wasser gegangen. Das war auf jeden Fall eine tolle Erfrischung und mit den Wellen war es richtig lustig. 🙂 Henny hatte trotz Sonnencreme einen Sonnenbrand und ich war von Mücken zerstochen. Da war das Wasser auch eine Linderung.

Gegen 18:30 Uhr ging es dann zurück in das Dorf. Nach einer Dusche und frischen Klamotten ging es noch mal in die Stadt Essen einkaufen. Die Besitzerin in einer kleinen Bäckerei hat dann zu erst Henny seine Beine gesehen und die Armen über den Kopf zusammen geschlagen. Als sie dann meine Beine mit den vielen großen Stichen gesehen hat, hat sie vermutlich ihren Sohn losgeschickt, der dann kurze Zeit später mit einem Bündel Minz-Blätter zurückkam. Mit dem sollte ich mich dann vor dem Schlafen gehen einreiben. Das würde mich vor weiteren Stichen bewahren..

Am späten Abend waren wir dann noch bei der täglichen Abendveranstaltung vom Tapati, u.a. ein Gesangswettbewerb.

Am Sonntag hieß es dann ausschlafen. Wir sind gerade noch pünktlich zum Frühstück gekommen. Die Minze hat auch tatsächlich geholfen – ich hatte keine neuen Stiche abbekommen. Auch an diesem Tag war die Sonne extrem und es gab keine Wolken. Also sind wir erst einmal im Hostel geblieben. Die Osterinseln waren ja auch als Urlaub gedacht und es gab noch viele Fotos von der Antarktis zu sortieren. 🙂  Den ganzen Tag über war es drückend heiß, deswegen haben wir die Ruhe im Hostel genossen – im Schatten, denn woanders war es nicht auszuhalten. 🙂  

Am Abend sind wir dann noch zum Festival gegangen: Programmpunkte waren erst wieder die Tanzshows und im Anschluß ein Talentwettbewerb für musizierende Kinder.

Montag, 30.01.2017, startete wie der Sonntag. Gegen Mittag sind wir in nach Hanna Roa um einzukaufen und die ersten Postkarten abzugeben. Nach ein wenig Sucherei haben wir auch in einem Hinterhof den „Waschsalon“ gefunden. Sah ein wenig merkwürdig aus, denn es war ein Streifengrundstück und das hinterste Haus war die Wäscherei selbst (vorne gab es ein Restaurant und im mittleren Haus gab es auch Fahrradreifen und so etwas zu kaufen). Lediglich die gute Frau und ihre Waage für Wäsche auf der Veranda hat dann doch gezeigt, dass wir richtig sind. 🙂

Außerdem haben wir uns die Kirche angeschaut, die besonders seien soll. Von Außen ist sie das auch, aber im Inneren erinnern nur ein paar Holzfiguren an die polynesischen Kultur der Osterinsel.

Kurz nachdem wir wieder im Hostel waren fing es auch an zu regnen. Wir sind aber trocken geblieben. 😉

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