Tag 112 – Wandern entlang der Westküste der Osterinseln

Nach 2 Tagen ausruhen und auf der Couch lümmeln war es mal wieder Zeit für ein wenig Bewegung. Das Wetter schien auch perfekt zu werden: bewölkt aber kein Regen. 🙂 Wir hatten die Flyer bereits durchgesehen und uns daraufhin für eine Wanderung in den Norden von Hanga Roa, also entlang der Westküste der Insel, entschieden. Eine geführte Tour sollte 3 1/2 Stunden dauern (da man mit einem Auto zu den entsprechenden Höhepunkten gefahren wird) und es wurde auch empfohlen eine solche zu buchen, da man sonst wohl vieles nicht finden würde. Wir wollten es aber dennoch ohne Guide probieren, denn auf eine geführte Tour hatten wir keine Lust und das Geld können wir auch anderweitig ausgeben.. Bis auf eine Moai-Statur haben wir auch alles gesehen und bei einer Höhle hatten wir Glück dass gerade eine andere Gruppe da war, weil wir den Eingang sonst nie gefunden hätten. 🙂 Aber abgesehen von den 3 Leuten (2 Touristen und der Guide) sind wir kaum einem Menschen begegnet und wenn doch, dann Einheimischen..

Etwa gegen 10 Uhr gingen wir los. Zu Beginn war es bewölkt und die Temperatur war angenehm zum laufen. Im Laufe der Zeit wurde es jedoch immer heißer und ohne Schatten konnte man spüren wie man von der Sonne gebrutzelt wurde. Da half irgendwann auch kein mehrmaliges eincremen mit Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50 mehr.

Osterinseln – Entlang der Westküste.

Aber es hat sich gelohnt, denn die Insel ist einfach traumhaft und der Weg war bezaubernd. Richtung Norden hatten wir die ganze Zeit den Pazifik mit Steilküste auf der linken Seite und rechts konnten wir die Vulkanlandschaft als Graslandschaft mit nur sehr wenigen Bäumen sehen. Die Inseln sind umsäumt von Wolken (auf dem Pazifik selbst war keine einzige) und in Kombination mit der Sonne hat man ein grandioses Licht- & Schattenspiel auf der Graslandschaft. Ansonsten gibt es hauptsächlich scheue Pferde (sowohl Zucht- als auch Wildpferde) und Kühe (auch viele junge Bullen mit Hörnern, aber die hatten zum Glück kein Interesse an uns 😉 ).

Kurz nach der Höhle Ana Te Pahu war dann auch der „Ausgang aus dem Nationalpark“ und es dort stand wieder eine Hütte von der Conaf und ein Parkranger war da. Dieser hat dann auch 2 seiner Ananas mit uns geteilt, dass war echt super. Denn so langsam hatten wir auch Hunger und wir hatten natürlich nichts essbares einstecken. Mit den 2 süßen und saftigen Ananas hatten wir erstmal wieder genug Energie um auch den restlichen Weg zurück zu laufen.

Das tat weh..

Wieder in der Stadt habe ich erstmal eine eiskalte Dusche genommen, denn ich hatte mir einen üblen Sonnenbrand geholt an dem Tag. Da half das kalte Wasser noch am besten. Und die Kühlakkus die ich im Gefrierschrank gefunden hatte wurden meine besten Freunde. In der Nacht bekam ich dann auch Schüttelfrost und fror bei 25°C – das kommt auch nicht so oft vor, war aber zum Glück am nächsten Tag wieder weg.

 

 

 

 

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